8. Juni 2017 
Dr. Gabriele Groschner, Forschungsreferentin Residenzgalerie –
Land Salzburg (Abteilung Kultur, Bildung und Gesellschaft)
Führung: Residenzgalerie/DomQuartier Salzburg

Das Gemälde von Rembrandt van Rijn „Betende alte Frau“ – auch „Rembrandts Mutter“ genannt – aus der Salzburger Landessammlung (Residenzgalerie/DomQuartier Salzburg) ist hinsichtlich der verwendeten Materialien eine Besonderheit. Auf blattvergoldeten Kupferblech gemalt zeigt das Bild das herausragende technische Know-how des Künstlers. Zudem ist das kleine Bildnis eine Charakterstudie oder einfiguriges Historienbild (Tronie), das zu seiner bevorzugten Bildgattung in Leiden wurde.
Die „Betende alte Frau“ gehört zu einer Dreier-Reihe von kleinformatigen Tronien (neben Salzburg: Mauritshuis Den Haag und Nationalmuseum Stockholm), bei denen Rembrandt diesen ungewöhnlichen Bildträger nutzte, welcher im Werk des Künstlers sowie in der gesamten Geschichte der Kunst eine Rarität darstellt.
Im Sommer 2016 wurden zum ersten Mal umfassende technische Untersuchungen einer Röntgenfluoreszenzanalyse (Naturwissenschaftliches Labor, KHM) und einer Infrarotspektografie (KHM, Museumsverband) durchgeführt. Die neuesten Untersuchungen am Salzburger Bild bestätigten die Annahme der abweichenden Vergolder-Technik im Vergleich zu den beiden anderen Bildern. Die Identifizierung der Pigmente zeigt den virtuosen Aufbau der Farbschichten vor allem zur Erzeugung der tonalen „Braunmalerei“. In der Ausstellung werden diese Untersuchungsmethoden und deren Ergebnisse für den Besucher durch visuelle Medien sichtbar.

Im Rahmen der Führung können Fragen zu den am Gemälde in Kooperation mit dem Naturwissenschaftlichen Labor durchgeführten Untersuchungen, v.a. mittels Röntgenfluoreszenzanalyse, direkt an Frau Dr. Martina Grießer, Leiterin des Naturwissenschaftlichen Labors/KHM, gerichtet werden.

Treffpunkt: Kassa der Residenzgalerie im DomQuartier; Alte Residenz, Residenzplatz 1, Stiege 2, 2. Obergeschoß
Teilnahme: Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Personen beschränkt. Wir bitten um eine Voranmeldung bis spätestens 04.06.2017 unter iic.oesterreich@gmail.com oder 0664 857 86 42.
Eintritt: Die Teilnehmer der Führung können das DomQuartier bereits ab 15.00 Uhr vorab bei freiem Eintritt besuchen.

 


 

15. Juni 2017 (Fronleichnam), 11:00 bis 19:00
Klosterkirtag im Refugium Hochstraß

Veranstalter: Niederösterreich GESTALTE(N) – Ortsbildstelle der Landesbaudirektion im Amt der NÖ Landesregierung
Ort: Refugium Hochstraß, Hochstrass 7, 3073 Stössing
Datum: 15.Juni 2017 (Feiertag Fronleichnam) von 11:00 bis 19:00
 
Tagesprogramm: ganztägiger Klosterkirtag im denkmalgeschützten Ambiente
Abendprogramm: Verleihung des Architekturpreises der „Goldenen Kelle“ durch Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner
 
Der Ort, ein revitalisiertes ehemaliges Kloster und landwirtschaftliche Schule, welches heute als Hotel und Veranstaltungsort genutzt wird,
besticht einerseits durch die architektonische Qualität der vorhandenen Gebäude, sowie durch die gegebene Naturkulisse und einem tollen Fernblick. Die Aktivitäten und das inhaltliche Rahmenprogramm (innen wie außen) des Klosterkirtags sollen im direkten Bezug zum Thema „Erhalt des baulichen Erbes“ stehen. Insofern bin ich auf der Suche nach passenden Restauratorinnen und Restauratoren.
Die Teilnahme versteht sich selbstverständlich gegen Honorar !
Ich danke im Voraus für die Übermittlung der entsprechenden Kontakte
und verbleibe  
 
Mit freundlichen Grüßen
NÖ Landesregierung
Im Auftrag
Dipl.-Ing. Petra Eichlinger

Gruppe Baudirektion
Abteilung Allgemeiner Baudienst Ortsbildpflege
Landhausplatz 1, Haus 13.518
A-3109 St.Pölten
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Tel.: +43 (0)2742 / 9005 - 15656
Fax: +43 (0)2742 / 9005 - 13660
mailto:mail@noe-gestalten.at
http://www.noe-gestalten.at

 


 

28.06.2017, 17:00h
Dr. Georg Plattner, Direktor Antikensammlung/Ephesos Museum, KHM
Vortrag: Palmyra geht uns alle an!

 

Die Oasenstadt Palmyra (heute Tadmur) in Syrien konnte seit dem Hellenismus von seiner strategischen Position und der wasserspendenden Efqa-Quelle profitieren. Ihre Blütezeit im 1. und 2. Jahrhundert n. Chr. verdankte die Stadt den Steuern für Waren, die hier über die Seidenstraßen transportiert wurden.
Die Oasenstadt wurde durch Kulturbegegnungen geprägt: Die lokale, halbnomadische Bevölkerung erfuhr Anregungen aus dem griechisch-römischen Mittelmeerraum ebenso wie aus dem weit entfernten Indien oder China. Wie kaum irgendwo sonst in der antiken Welt zeigen sich Reflexe auf diese Einflüsse, besonders in der Architektur.
Palmyra zählte aufgrund der hervorragenden Erhaltung seiner Monumente und der Bedeutung der Kontaktzone zwischen Ost und West zu den bedeutendsten Stätten der antiken Welt (UNESCO-Weltkulturerbe seit 1980). Die barbarische Zerstörung der Monumente und der systematische, illegale Handel mit gestohlenen Kulturgütern sind ein kaum zu überschätzender Schaden für unser kulturelles Erbe.

Treffpunkt: Ahnensaal des Bundesdenkmalamts, 1010 Wien, Hofburg, Säulenstiege, 2. Stock (Eingang im Schweizerhof)
Teilnahme: Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.